Mehr Speed für Deine WordPress Website

Neben den Themen: SEO, DSGVO, Ranking und Sicherheit ist die Beschleunigung der Seitenladezeit ein heißes Diskussionsthema. Denn immer noch testen die Experten, welche Alternativen es noch für ein besseres Ergebnis in "Google-Page-Speed-Insights" gibt. Dennoch funktionieren nur eine Handvoll Ideen wirklich und werden von den WordPress Website Inhabern auch wirklich umgesetzt. In diesem Beitrag findest Du genau diese Optionen, die Du für Deine Webpräsenz auch einsetzen kannst und garantiert zu einem positiven Ergebnis führen. Denn wir machen ja ... "Nägel mit Köpfen".

Seiten für eine kürzere Seitenladezeit optimieren

Eigentlich ist es doch ganz klar, weshalb die Seiten und auch Beiträge optimiert werden sollten. Die Antwort ist: Die maximale Ladezeit beträgt drei Sekunden! Das heißt also, dass die Seite innerhalb dieser Zeit vollständig am Bildschirm erscheinen müsste. Dank der heutigen technologischen Optimierung werden die Erwartungen der Nutzer immer höher geschraubt und hingegen minimiert sich nur eines... die Geduld! Deshalb mach etwas Gutes für Deine Leser und komme mit einer ansprechenden Seitenladezeit entgegen. 

Die besten Tools für den Test

Bevor Du mit der Optimierung der Seiten sowie Beiträge beginnst, solltest Du mit einem "Vorher/Nachher-Test" beginnen. Denn nur so kannst Du feststellen, was sich durch die Optimierung getan hat und welche Verbesserungen eingetroffen sind. Um es besser nachzuvollziehen, habe ich für Dich einen Test bei www.wordpress-academy.co.at durchgeführt. Nach der Optimierung findest Du das neue Ergebnis nochmals.

Diese Tools eignen sich hierfür:

Diese Plugins solltest Du unbedingt einsetzen

Je weniger Plugins auf Deiner WordPress Präsenz vorhanden und aktiv sind, umso besser ist die Ladezeit Deiner Seiten. Aber dazu kommen wir noch. Jetzt erfährst Du, welche Plugins auf den Siegespodest stehen und auf keinen Fall in Deiner Website fehlen dürfen. Wenn diese Plugins vorhanden sind, dann werden auch keine weiteren benötigt!

Kurze Aufmerksamkeit ... Diese Plugins haben gewonnen!

  1. Autoptimize - Zur Beschleunigung der Seitenladezeit
  2. Yoast SEO - Für die Google-freundliche Optimierung der Seiten
  3. BackWPUp - Zur Erstellung eines Backups
  4. ShortPixel Image Optimizer - Für die Komprimierung der Bilddaten & Lazy Load
  5. WP Fastest Cache - Zur Datenmüll-Entsorgung
  6. IThemes Security - Gegen Malware & Brute Force Attacken
  7. WPS Hide Login - Um einen neuen Login-Link, anstatt mit "/wp-admin", zu erstellen
  8. Advanced noCaptcha & invisible Captcha - Für die zusätzliche Login-Sicherung
  9. malCure WP Malware Scanner & Firewall - Zur Überprüfung, ob schadhafte Software vorhanden ist
  10. Broken Link Checker - Für die Feststellung, ob nicht aktuelle Links vorhanden sind
  11. Contact Form 7 - Zur Erstellung von Kontaktformularen
  12. Cookiebot (kostenpflichtig bei Nutzung) - Ein DSGVO & EUGH konformer Cookie-Banner

Wichtige Faktoren, die die Seitenladezeit bremsen

Und jetzt geht's um's "Eingemachte"... Denn, wenn einer der kommenden Schritte nicht beachtet werden, dann hat dies zur Folge, dass das Testergebnis beispielsweise bei "Google Page Speed Insights" nicht den Erwartungen entspricht. Deshalb legen wir mit der Optimierung gleich mal los. Also wechsle in den Admin-Bereich Deiner WordPress Website und starte mit mir durch.

Hosting ... "Je besser die Performance, umso schneller die Seiten"

Eines der wichtigsten Punkte bezüglich der Seitenladezeit ist die Auswahl des Hosters. Denn, wenn Dein Hosting-Anbieter keine exzellente Performance anbietet, dann hat die gesamte Optimierung wohl wenig Sinn. Der Grund für die vom Hoster verschuldete zu lange Ladezeit ist der zu überladende Server. Deshalb würde ich Dir einen Anbieter empfehlen, die eben nicht so klobig ist. Ich verwende beispielsweise den Anbieter "Netcup" und bin mit der Performance höchstens zufrieden! Zudem ist der Kundenservice hervorragend und der Control-Panel (Mitgliederbereich) übersichtlich und anfängerfreundlich.

Installierte Plugins ... "Weniger ist mehr"

Als Erstes wechseln wir in das Menü: "WordPress / Plugins" und löschen nicht benötigte bzw. nicht aktive Plugins. Denn je weniger in der Website vorhanden sind, umso besser wirkt es sich auf die Ladedauer aus. Achte aber auch, ob es Plugins gibt, die Du seit einer Ewigkeit nicht mehr verwendet hast, oder auch, ob es welche gibt, die eigentlich dieselbe Funktion haben. All diese sind unnötig und sollten dringend deaktiviert und anschließend über Bord geworfen werden. Des Weiteren sollten die Plugins immer auf den neuesten Stand gehalten werden, also aktualisiere diese regelmäßig. Zudem können Ressourcen-fressende Plugins mittels des Plugins "P3" entlarvt werden. Sollten diese nicht benötigt werden, wäre es doch vorteilhaft diese auch zu löschen. Was noch wichtig zu wissen ist, dass Du diverse Social Media Plugins meidest, da diese enorm viel und unnötigen Platz benötigen.

Vorhandene Bilder ... "Klein aber oho"

Der nächste Schritt ist ebenfalls hilfreich, um die Website etwas "schlanker" zu gestalten, indem Du die Bildgröße verkleinerst, also komprimierst. Denn die zu große Date trägt die meiste Schuld an der zu langen Ladezeit. Hierfür eignet sich das Plugin "ShortPixel Image Optimizer". Die zwei Vorteile hiervon sind: 1. Anfängerfreundliche Bedienung und 2. Die Bilddateien werden so knapp wie möglich reduziert. Also ein wirklich verlässliches Plugin. Ein Tipp noch, wenn Deine Webpräsenz viele Bilder beinhaltet. Erstelle einen Account mit derselben E-Mail-Adresse, die Du auch bei den WordPress Einstellungen hinterlegt hast und wechsle den Plan. Ausreichend ist, wenn hierfür der "Large Plan" um 9,99 $ (= 8,51 €) für 12.000 Bilder monatlich, gewählt wird. Wichtig ist auch, dass Du nach Installation des Plugins "Autoptimize" und Klick auf den Reiter "Bilder" das Kontrollkästchen bei "Bilder verzögert laden?" aktivierst sowie anschließend die Änderungen speicherst.

Mehr zu den Plugin-Einstellungen erfährst Du aber noch.

Der Cache ... "Mache Deine Website sauber"

Ebenfalls trägt die Entfernung des unnötigen Datenmülls für ein schlankes Outfit bei. Dies kann recht einfach mittels des Plugins "WP-Fastest Cache" durchgeführt werden. Zuvor aber sollten kleine Einstellungen durchgeführt werden, nachdem Du das Plugin installiert und aktiviert hast. Wechsle nun in die Plugin-Einstellungen, wechsle die Standard-Sprache in "Deutsch" um und aktiviere anschließend alle Kontrollkästchen, die man als Nicht-Premium-User anklicken kann (PS. Hierfür wird die Bezahloption nicht unbedingt benötigt.). Anschließend betätige ganz unten den Button "Absenden" - oder - "Submit".  Nachdem wir die ersten Einstellungen durchgeführt haben, schauen wir uns die Möglichkeiten für die Beseitigung des Datenmülls an:

  1. Die Entfernung des Seiten-Caches durch Klick im Menü auf "Clear Cache" / im Drop-down-Menü auf "Clear Cache of this page"
  2. Die Löschung des kompletten Datenmülls Hierfür klicke im Reiter auf "Cache löschen" und dort auf die Schaltfläche "Alle Caches löschen" sowie auf "Cache und minimiertes CSS/JS löschen". Dadurch wurde nicht der Cache aus der Website entfernt, sondern auch komplett vernichtet.

HTML, JS & CSS ... "Auch diese Dateien sollten reduziert werden..."

Nachdem der Cache von der Website verbannt wurden, sollten wir für ein schlankeres Outfit bei den "HTML", "JavaScript" sowie "CSS" Dateien sorgen. Wenn Dein Theme keine eigene Performance-Option anbietet, dann installiere das Plugin "Autoptimize". Nachdem gehe wieder zu den Plugin-Einstellungen und aktiviere die Kontrollkästchen bei: 

  • JavaScript-Optionen
  • CSS-Optionen
  • HTML-Optionen

und klicke gleich mal auf den Button "Änderungen speichern und Cache leeren". Danach werden auch diese Dateien komprimiert und der unnötige Datenmüll entfernt.

PS.: Da ich das Premium-Theme "Avada" verwende, habe ich diverse Performance-Einstellungen durchgeführt. Im Grunde genommen verfügt dieses Theme über dieselben Komprimierung-Einstellungen. Es sollten eben diese Dateien reduziert werden.

Schriftarten ... "Nur verwenden, die Du auch benötigst"

Hiermit ist gemeint, dass man in den Einstellungen auswählen kann, ob man gewisse Schriftarten haben möchte oder nicht. Deshalb würde ich Dir empfehlen, dass Du die Google-Schriftarten nicht zulässt, da diese erstens viel Platz benötigen und zweitens auch nicht DSGVO-konform sind. Wenn Du keine HTML-Kenntnisse hast, dann können diese Schriftarten ganz einfach mittels des Plugins abgeschaltet werden, indem Du auf den Reiter "Extras" klickst und dann den Kontrollpunkt bei "Google Fonts entfernen" auswählst. Vergiss danach nicht die Änderung zu speichern.

Auch diese Einstellung ist beim Theme "Avada" mittels des Menüs "Performance möglich.

Kommentare ... "Schlicht und einfach"

Bei den Kommentaren wäre nur zu achten, dass Du die sogenannten "Avatare" deaktivierst. Denn ein jeder Aufruf eines solchen Bildes ist ein Request. Das heißt also, dass es dadurch umso länger dauern kann, bis die betroffene Seite vollständig geladen wird. Besonders, wenn darauf viele Kommentare vorhanden sind, entstehen mehr Requests sowie Redirects, wodurch sich die Ladezeit umso länger ist. Aber Du kannst recht einfach entgegenwirken, indem Du in den WordPress Einstellungen auf "Einstellungen" und dann auf "Diskussion" wechselst. Dort deaktiviere das Kontrollkästchen bei "Avatare anzeigen". Danach sollten die Einstellungen wieder gespeichert werden.

Datenbank ... "Besser kurz und knapp"

Viele wissen es sicher nicht, aber auch eine unordentliche Datenbank kann dafür sorgen, dass sich die Ladezeit der Seiten verzögert. Denn je mehr Daten auf Deinen Seiten und Beiträge vorhanden sind, umso größer wird auch die Datenbank. Verwaiste Meta-Daten, Artikel sowie gelöschte Kommentare machen die Datenbank immer langsamer und das heißt also, dass auch die Seitenladezeit dadurch beeinflusst wird. Wenn Du Kenntnisse mit MySQL hast, dann könntest Du Deine Datenbank auch direkt aufräumen, oder Du verwendest anstatt dessen das WordPress-Plugin "WP-Sweep", das für Dich den Job erledigt.

Das Ergebnis nach der Optimierung

Wie versprochen, findest Du jetzt im Bild das Ergebnis von www.wordpress-academy.co.at. Wie Du hier erkennen kannst, hat sich so einiges im positiven Sinne getan. Der Wert von "90" liegt im akzeptablen Rahmen. Zudem erscheint der sichtbare Bereich binnen Millisekunden vollständig, nachdem der Link aufgerufen wird. 

Fazit:

Jetzt hast Du so einiges erfahren, wie die Seitenladezeit im positiven Sinne beeinflusst werden kann und welche Handgriffe hierfür notwendig sind. Für diese Schritte werden keine sonderlichen Kenntnisse in HTML oder sonstigen Programmiersprachen benötigt, sondern lediglich nur Einsteigerkenntnisse in WordPress. Ich rate Dir, dass Du alle Schritte sorgfältig durchgehst, um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen.