Die Seite ist plötzlich nicht mehr erreichbar

Das klingt wie ein Alptraum oder ein Horror-Szenarium, wenn anstatt die aufgerufene Seite ein weißer Bildschirm, oder eine Fehlermeldung erscheint. Für viele Inhaber ist es dies auch. Denn damit rechnet man natürlich nicht und man ist natürlich umso überraschter, wenn trotz erneuten Ladeversuchen sich einfach nichts ändert. Sollte die Webpräsenz gut besucht ist, denkt man sofort, wie man es den Besuchern vermittelt. Aber das ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. In diesem Beitrag erfährst Du, was Du dagegen tun kannst.


INHALTSVERZEICHNIS: Die Seite ist plötzlich nicht mehr erreichbar
 

WordPress Krankheit 1 - "White Screen of Death"

Einer der häufigsten Erkrankungen von WordPress ist der sogenannte "White Screen of Death"! Denn anstatt der aufgerufenen Seite wird nur ein weißer Hintergrund ohne Text und Bild angezeigt. Dieses Problem hat deshalb den Namen (in Deutsch übersetzt: "weißer Bildschirm des Todes"), weil man mit einfachen Mitteln (z.B. Reload...) nichts mehr dagegen unternehmen kann. Es wird sowohl der Frontend- als auch der Administrator-Bereich in der Art angezeigt.  

Lösung #WPKrankheit1:

Erhöhe das Speicherlimit

Am häufigsten ist hierfür das zu geringe Speicherlimit verantwortlich. Deshalb wurde die Wiedergabe der Seite unterbrochen. Deshalb ist hierfür der erste Weg: Die Überprüfung des Speicherlimits beim Webhosting-Anbieter. Entweder kann das Limit, ohne Wechsel eines Paketes vorgenommen werden, oder man benötigt die nächst größere Variante. Deshalb solltest Du Dich auf der Anbieter-Website erkundigen und gegebenenfalls den Support hiervon kontaktieren.

Plugins mittels FTP löschen

Eine weitere Ursache kann ein fehlerhaftes Plugin sein, das nicht mit der neuesten WordPress-Version kompatibel sein. Um dies festzustellen, solltest Du per FTP (z.B. FileZilla) in Deiner Website einsteigen. Zu den Plugins gelangst Du mittels des Ordners: WP-Content / Plugins. Lösche dort alle heraus. Dann sollte es wieder möglich sein, dass Du wieder als Administrator einsteigen kannst. Wenn Du Dich wieder im WP-Menü: Plugins befindest, dann erhältst Du eine Warnmeldung, dass sämtliche Plugins gelöscht wurden. Du könntest wieder alle Plugins installieren. Für die Fehlerbehebung würde ich aber die Plugins der Reihe nach aktivieren. Sollte eines hierfür verantwortlich sein, dann lösche dieses nochmals via Deines FTP-Zugangs.

Einstweilen ein Standard-Theme verwenden

Nicht nur ein Plugin, sondern auch ein Theme (eine Design-Vorlage) kann für dieses Problem verantwortlich sein. Deshalb würde ich Dir raten, dass Du wieder via FTP in Deine Website einsteigst und den Theme-Ordner umbenennst. Es entsteht dadurch ein neuer Ordner mit einem Standard-Theme (z.B. "Twenty twenty"), also üblicherweise mit dem neuesten, das von WordPress entwickelt wurde.

Den "Debug-Mode" per wp-config.php aktivieren

Sollte all dies nichts bringt und Dir auch der Support nicht weiterhelfen kann, dann wäre der letzte Weg den sogenannten "Debug-Mode" zu aktivieren. Steige hierfür mittels FTP bei Deiner Website ein und öffne die Datei: "wp-config.php". Suche nach der Zeile define ('WP_DEBUG', false) und ändere den letzten Begriff: "false" in "true" um. Danach sollte der Seitenaufruf wieder wie gewohnt möglich sein.

WordPress Krankheit 2 - "Fatal Error"

Diese WordPress Krankheit erscheint meistens nach einem Update dieser CMS-Software. Oder auch ein Bild oder Theme kann für dieses Problem verantwortlich sein. Erkennbar macht sich dieses Desaster, indem anstatt der aufgerufenen Seite ein kleines Fenster mit einer Fehlermeldung erscheint (Siehe Bild unten.) Der Grund hierfür ist das zu niedrige PHP-Memory-Limit (Speicherlimit). Denn WordPress wurde mit der Script Sprache PHP erstellt. Je nach Webhosting-Anbieter kommt es darauf an, ob für eine Stabilität des Webservers gesorgt wird. Wenn nicht, dann kann es sein, dass der Speicherplatz (RAM) überläuft. Doch auch dieses Problem kann mit diesen Lösungen behoben werden.

Lösung #WPKrankheit2:

Erhöhe das Memory Speicherlimit in der wp-config.php Datei

Meistens hierfür ist die Ursache, dass das Memory Speicherlimit sehr gering ist. Deshalb kommt es oft bei größeren Webpräsenzen zu dieser Problematik. Um entgegenzuwirken, erhöhe die Speicherkapazität in der "wp-config.php Datei". Suche dort nach dem Begriff "Memory-Limit" und ändere in '64M' um. Wenn keine Vorgabe vorhanden ist, dann füge diesen Code ein:

define('WP_MEMORY_LIMIT' , '64M').

Wichtig ist, dass Du nach Änderung die Datei abspeicherst. Ansonsten war die Bearbeitung umsonst.

Erhöhe das Memory Speicherlimit in der .htaccess Datei

Ebenfalls würde ich Dir raten, dass Du danach gleich mal den Speicherplatz in der ".htaccess Datei" vergrößerst. Sollte keine Angabe hierfür vorhanden sein, füge diesen Befehlt in dieser Datei ein:

php_value memory_limit 64M

Auch diese Datei solltest Du anschließend speichern.

Nehme Kontakt mit dem Hosting-Anbieter auf

Sollten diese vorhin erwähnten Einstellungen nichts bringen, dann solltest Du Kontakt mit Deinem Hosting-Anbieter aufnehmen. Achte zuvor, ob in den FTP Theme- oder Plugin-Ordner (WP-Content / ...) unnötig viele Plugins bzw. Themes vorhanden sind. Wenn ja, dann lösche diese.

Spare zukünftig an Speicherkapazität

Um diese Problematik vorzubeugen, solltest Du generell an Themes und Plugins sparen. Es ist völlig ausreichend, wenn nur eine installierte Designvorlage und ein Plugin mit derselben Funktion (z.B. zur Bild-Komprimierung, Kontaktformulare) notwendig. Je mehr hiervon installiert und aktiviert wurde, umso geringer wird die Speicherkapazität. Weiter können mit diversen Übersetzungen gespart werden. Füge hierfür diesen Code in der wp-config.php Datei ein: 

define ('WPLANG', 'en_(US');

WordPress Krankheit 3 - "Bad Request (400...)"

Im Allgemeinen gehören die Fehler zwischen den Fehlercode 400 und 499 zu den HTTP-Client-Fehler. Das bedeutet also, dass die Verbindung zwischen dem vom Besucher verwendeten Browser und dem Server der Website unterbrochen wurde. Welche Ursache es hierfür gibt, und wie man diese Probleme löst, wirst Du jetzt erfahren.

#Fehlercode400 - Bad Request

Sollte ein kleines Fenster mit diesem Fehlercode auftauchen, dann kann dies mehrere Ursachen haben, denn die Zahl "400" steht für einen allgemeinen Sammelbegriff und hat nichts anderes zu bedeuten, dass ein sogenannter "Client-Fehler" vorhanden ist.

Lösung #WPKrankheit3_1:

Kontrolliere die Eingabe der URL

Wenn Du unbeabsichtigt bei der URL-Eingabe ein Fehler gemacht wurde, dann kann es sein, dass dieser Fehler erscheint. Deshalb solltest Du in der Browser Suchleiste nochmals den Link eingegebenen Link kontrollieren.

Lösche die Browser Cookies und den Cache

Sollte trotz der URL-Kontrolle dieser Fehlerhinweis erscheinen, dann solltest Du sowohl die Cookies als auch den Cache aus dem verwendeten Internet-Browser löschen. Denn es kann sein, dass manche Daten hiervon bereits beschädigt sind. 

Mehr dazu findest Du in diesem Beitrag: "WordPress Probleme beim Login"

Kontrolliere die DNS-Daten

Sollte dieser Fehlerhinweis bei all Deinen Webpräsenzen zu finden sein, dann solltest Du im CCP (Customer Control Panel) unbedingt Deine DNS-Dateien kontrollieren. Wenn Du keine Erfahrung mit den DNS-Einträgen haben, dann rate ich Dir, dass Du Dich mit Deinem Webhosting-Anbieter in Verbindung setzt.

Komprimiere zukünftig die Datei, die Du hochladen möchtest

Um diesen Fehler zu vermeiden, solltest Du auf die Bildgröße (in Pixel) wert legen. Denn zu große Dateien können diesen Fehler durchaus hervorrufen.

#Fehlercode403 - Forbidden

Dieser Fehlercode kann auch auftreten, wenn es ein Kommunikations-Problem zwischen dem HTTP-Client (Browser des Besuchers) und dem HTTP-Server (Server Deiner Website) gibt. Bei Aufruf der Seite sendet der Browser über das HTTP-Transfer Protokoll eine Anfrage zum Webserver. Sollte das Ergebnis "Status 200 OK" angezeigt werden, kann die aufgerufene Seite wie gewohnt geladen werden.

Lösung #WPKrankheit3_2:

Lade die Seite neu

Manchmal kann die Fehlerbehebung recht einfach sein. Denn es kann schon ausreichen, wenn Du einen Seiten-Reload durchführst. Entweder Du klickst auf das hierfür passende Icon auf der linken Seite neben der Browser-Suchleiste, oder Du klickst auf die Taste "F5". 

Leere den Browser Cache

Durchaus kann man bei diesem Fehlerhinweis landen, wenn der Browser-Cache schon lange nicht mehr geleert wurde. 

Mehr dazu findest Du in diesem Beitrag: "WordPress Probleme beim Login"
PS: Den Browser-Cache kannst Du ebenfalls mit dieser Variante (Siehe Link) entfernen.

Überprüfe die Firewall

Ebenfalls die installierte Firewall kann der Grund sein, dass dieser Fehlercode anstatt der Seiteninhalt erscheint. Deshalb solltest Du folgendermaßen vorgehen:

  1. Deaktiviere die Firewall, die Du auf Deinem Computer installiert hast und überprüfe, ob die Seite wie gewohnt geladen wird.
  2. Falls es daran liegt, dann füge die Seite zu den Ausnahmen hinzu. Solltest Du wenig Erfahrungen mit dieser Firewall haben, nehme Kontakt mit dem Support hiervon auf.
  3. Wird der Inhalt dennoch nicht angezeigt, kann es sein, dass es nicht an der Firewall liegt. Deshalb wäre es empfehlenswert, wenn Du es zu einem späteren Zeitpunkt nochmals versuchst.

#Fehlercode404 - Page not found

Einer der häufigst auftretenden Fehlercode ist "404 - Page not found". Am häufigsten tritt dieser Hinweis auf, wenn man entweder irrtümlich die falsche URL eingibt, oder man versucht sich vergebens als Nutzer (z.B. Administrator) bei WordPress anzumelden. Im Admin-Bereich kann man mittels eines Plugins feststellen, ob ein Link beispielsweise in einem Text fehlerhaft ist. Dieser kann in den Plugin-Einstellungen recht einfach bearbeitet oder gelöscht werden.

Lösung #WPKrankheit3_3:

Die Seite neu laden

Sollte dieser Fehlercode anstatt der Seiteninhalt erscheinen, dann ist der erste Weg, dass Du die Seite aktualisierst (mittels Tastaturkürzel: STRG + R, oder dem Reload Icon links neben der Browser-Suchleiste).

Browser Cache und Cookies löschen

Auch ein veralteter Browser Cache oder die angesammelten Cookies können für diesen Fehlercode verantwortlich sein. Deshalb rate ich Dir, dass Du den Cache und die Cookies entfernst. Lade danach die Seite neu.

Mehr dazu findest Du in diesem Beitrag: "WordPress Probleme beim Login"

Überprüfe die eingegebene URL

Sollte der erste Weg nicht funktionieren, dann kontrolliere die eingegebene URL in der Browser-Suchleiste. Meistens liegt es daran, dass eine Unterseite (nach dem ersten Slash "/") nicht mehr existiert. Deshalb lösche sämtlichen Inhalt bis zum genannten Zeichen weg und klicke dann auf die "Enter-Taste". 

Verwende eine Suchmaschine

Sollte es Schwierigkeiten bei der URL Eingabe geben, dann wäre die Verwendung einer Suchmaschine durchaus hilfreich. 

#Fehlercode405 - Method not allowed

Dieses Problem entsteht meistens, wenn vor kurzem ein neues Plugin oder Theme installiert wurde. Und der Fehlercode hat die Bedeutung, dass die Anfrage des Browsers aus welchem Grund auch immer abgelehnt wurde. 

Lösung #WPKrankheit3_4:

Aktualisiere die Seite und überprüfe die URL

Auch wenn diese Fehlermeldung erscheint, ist es nicht falsch, wenn Du die Seite aktualisierst und die eingegebene URL in der Browser-Suchleiste, oder auch Adressleiste genannt, überprüfst. 

Deinstalliere neue Themes und Plugins

Wenn Du Dir sicher bist, dass dieses Problem aufgrund einer neuen Design-Vorlage oder wegen neuen Plugins vorhanden ist, dann gehe in Deinen FTP-Account und öffne den Ordner WP-Content. Im weiteren Ordner: "Plugins" lösche alle neuen heraus, die Du kürzlich hinzugefügt hast. Falls Du die Designvorlage vor kurzem geändert hast, dann hole Dir ein WordPress Standard-Theme und lade es Dir im Ordner: "Theme" herunter.

Setze sämtliche Aktualisierungen zurück

Für diese Methode wäre es hilfreich, wenn Du bereits über ein Backup Deiner Webpräsenz besitzt. Denn sämtliche Aktualisierungen der Themes und Plugins können zu dieser Misere führen. Deshalb entpacke die gezippte Backup-Datei und lade Dir den WordPress Ordner via FTP, sowie die SQL-Datei im Datenbank-Bereich Deines Webhosting Mitgliedsbereiches (CCP = Customer Control Panel) herunter. Wenn dieser Fehler behoben wurde, achte bei der Aktualisierung genau, welches Plugin oder Theme hierfür verantwortlich sein kann. 

Überprüfe die Datenbank der betroffenen Seite

Sollte dieses Problem dennoch vorhanden sein, kann es an der fehlerhaften Datenbank liegen. Deshalb wäre es jetzt empfehlenswert, wenn Du dies im Customer Control Panel überprüfst. Wähle hierfür wieder die Übersicht aller Datenbanken aus und klicke bei der betroffenen Datenbank auf den Button: "Überprüfen & reparieren". 

Bestätige die Konfiguration Deines Servers

Da dieser Fehlercode sehr hartnäckig ist, kann es sein, dass das Problem dadurch immer noch nicht behoben ist und anstatt des Seiteninhaltes immer noch dieser Fehlercode in einem kleinen Fenster erscheint. Deshalb solltest Du folgendermaßen vorgehen. Öffne per FTP die .htaccess Datei und kontrolliere, ob diverse "Rewrite" Regeln darin vorhanden sind. 

RewriteEngine On
RewriteCond %{REQUEST_URI} ^/users/create/?.*$
RewriteCond %{REQUEST_METHOD} =GET
RewriteRule ^(.*)$ https://www.netcup.de [R=405,L]

Am Ende des Codes erkennst Du wahrscheinlich den Code 405. Das heißt, dass dem Besucher ausdrücklich dieser Code beim Aufruf der Seite angezeigt wird. Um dies zu verhindern, kannst Du diese Befehle mit einem # Zeichenpräfix auskommentieren.

Überprüfe sämtliche Protokolle (Logs) aus der Server-Seite

Meistens wurde das Problem mit der letzten Aktivität bereits behoben. Sollte dieser Fehlercode dennoch erscheinen, suche in Deinem CCP nach diversen Protokollen bzw. Log-Dateien. Sollte es diesbezüglich Fragen geben, erkundige Dich bei Deinem Webhosting-Anbieter.

#Fehlercode413 - Request Entity too large

Der nächste Fehlercode "413" ist ähnlich dem letzten "405". Der Unterschied hierzu ist, dass die HTTP Anfrage, die gestellt wurde wegen der übermäßigen Größe abgelehnt wurde. Häufig tritt dieses Problem auf, wenn eben versucht wurde, eine allzu große Datei hochzuladen. 

Lösung #WPKrankheit3_5:

Upload-Größe in der .htaccess Datei erweitern

Um dieses Problem zukünftig zu vermeiden, wäre der erste Schritt, dass Du Dich in Deinem FTP Account FileZilla einloggst und die .htaccess Datei mittels eines Textprogramms öffnest. Füge dann diesen Code ein:

php_value_upload_max-filesize 64M php_value post_max_size 64M_value max_execution_time 300 300 php_value max_input_time

Vergesse nach Eintrag nicht auf das Speichern, damit die Neuerung übernommen wird.

Upload-Größe in der functions.php Datei erweitern

Ebenfalls wäre es empfehlenswert, wenn Du das Limit in der function.php Datei erweiterst. Diese findest Du üblicherweise im Theme-Ordner (WP-Content / Themes). Öffne diese Datei und füge nun diesen Befehl ein:

@ini_set ('upload_max_size', '64M'); @ini_set ('post_max_size', '64M'); @ini_set ('max_execution_time', '300');

Auch diese Datei sollte nach Änderung unbedingt gespeichert werden.

#Fehlercode429 - Too many Requests

Dies ist einer der Fehlercodes, wo nur vereinzelnde Besucher dazu informiert werden. Genauer gesagt tritt diese Meldung auf, wenn jemand öfters versucht sich als Administrator einzuloggen. Für Dich bedeutet es, wenn nicht Du die Person bist, dass Deine Webpräsenz gut gegen Cyber-Attacken abgesichert wurde.

Lösung #WPKrankheit3_6:

Kontrolliere Deine Admin Zugangsdaten

Zuallererst solltest Du, falls bei Dir dieser Fehler auftritt Deine Login-Daten überprüfen. Vielleicht kam es dazu, da Du irrtümlich ein altes Passwort eingegeben hast. Falls Du nicht am neuesten Stand bist, kannst Du versuchen, ein neues Passwort über die Passwort-Vergessen-Funktion anzufordern. Verwende hierfür aber einen anderen Internet-Browser.

Lösche das Plugin (z.B. IThemes Security) aus Deinem Plugin-Ordner

Eigentlich kannst Du glücklich sein, wenn der Fehler bei Dir als Administrator auftritt, denn somit weißt Du jetzt auch, dass Deine Webpräsenz einen hervorragenden Schutz gegen Cyber-Attacken hat. Doch leider muss dieser Schutz kurz unterbrochen werden, indem Du mit Deinen Zugangsdaten bei FileZilla einsteigst und das Sicherheits-Plugin aus dem Plugin-Ordner löscht. Diesen Ordner findest Du in einer der ersten Order: "WP-Content". Dann sollte das Einloggen wie gewohnt möglich sein.

Wechsle zu einem WordPress Standard-Theme

Selten aber doch kann für diesen Hinweis ein exquisites Theme verantwortlich sein. Deshalb würde ich Dir raten, dass Du ein Standard-Theme im Ordner WP-Content/Themes hochlädst und diese vorhandene Designvorlage aus dem genannten Ordner verbannst.

Kontaktiere Deinen Hosting-Anbieter

Wenn sich an der Lage immer noch nichts ändert, wäre der letzte Weg den Webhosting-Anbieter zu kontaktieren. Vielleicht weiß der Support, woran es liegen kann.

WordPress Krankheit 4 - "Interner Server Error (500 ...)"

All die Fehler zwischen dem Fehlercode 500 und 599 bedeuten, dass Dein Server aus welchem Grund auch immer nicht in der Lage ist diverse Anfragen auszuführen. Dazu findest Du nun die wichtigsten Codes und jeweils Lösungen hierfür.

#Fehlercode500 - International Server Error

Der Fehlercode 500 ist ebenfalls wie der Code 400 ein Sammelbegriff. Der Unterschied hierbei ist, dass es dieses Mal kein Client-Fehler ist. Außerdem gibt es bei all den 500er Fehlercodes einen Vorteil, dass die Daten mit Garantie nicht verloren gegangen sind. Also Finger weg von der Datenbank, denn diese sollte in Ordnung sein. Aber leider gibt es nicht nur Vorteile, denn dieser Fehlercode wirkt sich durchaus auf die Suchmaschinenoptimierung aus. Also rasche Behebung dieses Fehlers ist empfohlen.

#Fehlercode501 - Not Implemented

Dieser Fehler wird angezeigt, wenn der Server gewisse Anforderungen nicht abschließen konnte. Diese Fehlermeldung kann auch erscheinen, wenn es alternativ keine ordnungsgemäß definierte Möglichkeit gibt, diese Anforderung abzuschließen.

#Fehlercode502 - Bad Gateway

Verursacht wird dieser Fehlercode (ähnlich, wie beim Code 501), wenn der Server die Ursache für die ungültige Antwort nicht finden kann, bzw. wenn der Proxy eine ungültige Antwort vom Server erhält. 

Tipp: Suche zusätzlich nach etwaigen Problemen in der DNS, CDN oder in der Firewall.

#Fehlercode503 - Service Unavailable

Wird dieser Fehlercode angezeigt, dann bedeutet dies, dass Dein Webserver keine ordnungsgemäße Antwort von einem PHP-Skript erhalten kann, oder wenn der Server aus welchem Grund auch immer einfach nicht erreicht werden kann. Bezüglich der Website bedeutet es, dass sie trotz der Aktivität nicht für Besucher erreichbar ist. Jedoch gibt es bei Auftritt dieses Fehlercodes einen Vorteil: Die Suchmaschinen-Optimierung wird dadurch nicht beeinflusst.

#Fehlercode504 - Gateway Time out

Dieser Fehler wird verursacht, wenn eine Netzwerkschnittstelle bzw. ein zwischengeschalteter Server die Anfrage des Browsers bzw. des Clients aus welchem Grund auch immer nicht innerhalb eines gesetzten Zeitraumes beantworten kann. 

Lösung #WPKrankheit4:

Lade die Seite neu & lösche den Browser-Cache

Bevor Du mit der Behebung losstartest würde ich Dir raten, dass Du es doch mal mit einem Reload der Seite versuchst. Ebenfalls wäre es empfehlenswert, wenn Du den Browser-Cache löschst. Vielleicht löst sich dadurch das Problem von selbst.

Erstelle eine neue .htaccess Datei

Solltest Du in den Admin-Bereich Deiner Website kommen, dann erstelle mit diesen Schritten eine neue .htaccess Datei: Klicke im WordPress Menü auf: Einstellungen / Allgemein / Button: Änderungen speichern. Sollte das nicht funktionieren, dann erstelle eine *Textdatei.

(*In Windows: Wähle die Tastenkombination: Windows + R, füge im Suchfeld den Begriff "Cmd" ein und betätige den grauen Button: "OK". Gebe den Befehl "copy con [Name der TXT Datei].txt" ein um die Textdatei zu erstellen.)

Füge nun diesen WordPress Standard-Code in der vorhin erstellten Textdatei ein:

# BEGIN WordPress
RewriteEngine On
RewriteBase /
RewriteRule ^index\.php$ - [L] RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d
RewriteRule . /index.php [L] # END WordPress

Erweitere das PHP Memory Limit

Sollte die Erstellung einer .htaccess Datei zu keiner Lösung führen, wäre der nächste Schritt, dass Du das PHP Memory Limit erhöhst. 

Passe hierfür die .htaccess Datei an:

<IfModule mod substitute c>
SubstituteMaxLineLength 10M
</IfModule>

Füge diesen Code noch zusätzlich ein, um das PHP Memory Limit zu erhöhen:

#PHP Memory Limit
php value memory limit 256M

Auch die wp-config.php Datei könntest Du hierfür anpassen:

define('WP_Memory_LIMIT'; '256;')

Lösche alle Plugins & installiere sie neu - wechsle zu einem Standard-Theme

Falls trotz der Erweiterung des PHP Memory Limits diese Warnung bestehen bleibt, solltest Du aus dem Ordner WP-Content / Plugins zunächst alle Plugins herauslöschen. Üblicherweise funktioniert die Webpräsenz wieder und Du kannst Dich wie gewohnt als Administrator anmelden. Switche dann wieder in das WP Menü: Plugins / installieren und hole Dir alle Plugins. Da Du aber nicht weißt, welches der Plugins defekt ist, solltest Du beim Aktivieren darauf achten. 

Da es durchaus auch beim installierten Theme liegen kann, würde ich Dir raten, dass Du Dir für die Behebung ein WP Standard-Theme holst.

Nehme Kontakt mit Deinem Hosting-Anbieter auf

Sollte sich dennoch nichts daran ändern, dann kann das Problem nur Dein Hosting-Anbieter lösen. Nehme deshalb umgehend Kontakt mit dem Hoster auf.

WordPress Krankheit 5 - "Verbindungszeit abgelaufen"

In der Regel tritt dieser Fehler auf, wenn der Server der WordPress Website sprichwörtlich überladen und deshalb die Anfrage Deines Servers nicht abschließen kann. Des Weiteren kann dieses Problem bei einem schlecht konfigurierten Server auftreten. Das heißt also, das mehr Anfragen gestellt werden, als der Server verkraften kann.

Lösung #WPKrankheit5:

Fehlerhafte Plugins löschen

Zuerst würde ich die Seite neu laden, die Browser-Cookies löschen und im FTP-Programm (WP-Content / Plugins) alle Plugins herauslöschen. 

PHP Memory Limit erweitern

Wenn dies nicht bewirkt, dann wäre der nächste Schritt das PHP Memory-Limit zu erweitern (sofern dies nicht schon gemacht wurde.) Füge hierfür den Code in die wp-config.php Datei ein:

define('WP_MEMORY_LIMIT', '256M').

Auch in der .htaccess Datei kannst Du mittels diesem Code die Speicherkapazität erweitern.

php_value memory_limit 256M

Vergesse nach der Änderung nicht diese Dateien zu speichern, ansonsten treten diese Eingaben nicht in Kraft.

Server Ausführungszeit erweitern

Wenn die Seiten zu Content-lastig sind, dann würde ich diese Codes in folgenden Dateien einfügen: 

wp-config.php Datei:  set_time_limit(300);

.htaccess Datei: php_value_execution_time 300

Mit dem Hosting-Anbieter in Kontakt treten

Sollte das Problem nicht behoben sein, wäre die letzte Alternative, dass Du Kontakt mit Deinem Hosting-Anbieter aufnimmst. Erkläre beispielsweise in einem Mail genau, welche Versuche Du zur Lösung des Problems unternommen hast.


Fazit:

Besonders ärgerlich ist, wenn aufgrund einer Fehlermeldung die Website plötzlich nicht mehr erreichbar ist. Besonders schlimm ist es, wenn es zusätzlich eine Auswirkung auf die Suchmaschinenoptimierung, also auf das Ranking hat. Sollte einer der genannten Fehler auftreten, dann wirst Du hier bestimmt eine Lösung finden, damit Deine Webpräsenz baldigst wieder funktioniert. Ein kurzer Tipp zum Schluss: Mache regelmäßig Updates! Manche Plugins bieten die Möglichkeit, dass eine Speicherung Deiner kompletten Website inkl. Datenbank zu einem festgesetzten Zeitpunkt erstellt wird. Wichtig ist auch, dass diese offline, also ohne sich einloggen zu müssen, auffindbar ist (z.B. auf der Computer-Festplatte, im FTP-Programm...). Ich wünsche Dir bei der Behebung jedenfalls noch viel Erfolg.